Uns haben in den letzten Wochen viele Fragen erreicht, wie es aktuell um uns bestellt ist und wie es mit uns weiter geht.
Hier kommen unsere Antworten, um für alle etwas Licht ins Dunkle zu bringen.
Wo befinden sich Potse und Drugstore aktuell?
Die Potse befindet sich aktuell in der ehemaligen Zollgarage am Tempelhofer Flughafen. Der Drugstore arbeitet zweigleisig: Im Rockhaus in Lichtenberg und in der Potsdamer Str. 134–136 in Schöneberg.
Warum müsst ihr wieder umziehen?
Alle Mietverträge laufen aus. Die Potse muss bereits 2026 raus und das aktuell ohne Ersatzstandort. Gleichzeitig bedeuten drei verschiedene Standorte eine hohe kapazitäre Belastung. Wir brauchen langfristig sichere und zusammenhängende Räume, um weiterhin unkommerzielle Jugendarbeit leisten zu können.
Wo werdet ihr hinziehen?
Wir ziehen gemeinsam, heißt Potse und Drugstore, in einen neuen Standort: das zukünftige Haus der Jugend am Werner-Voß-Damm 47. Die Entscheidung des Bezirks dazu erfuhren wir im Sommer 2024, seitdem laufen die Planungen. Der Einzug ist voraussichtlich für Ende 2030 vorgesehen. Dort sollen beide Zentren wieder unter einem Dach arbeiten.
Was für ein Programm habt ihr für die neuen Räume geplant?
Geplant ist der Erhalt und Weiterbetrieb der zwei selbstverwalteten Jugendzentren. Das heißt, dass Jugendliche hier einen niedrigschwelligen Raum zum Zusammenkommen und zur Verwirklichung ihrer Ideen bekommen werden. Das reicht von Töpfern und Handarbeiten über Konzerte und Partys zu Filmabenden, Workshops, Café-Nachmittagen, gemeinsames Lernen, sich gegenseitig bei Hausaufgaben helfen und einem Anlaufpunkt abseits des Zuhauses. Das Haus der Jugend soll ein, für die gesamte Nachbarschaft, offener und lebendiger Ort werden.
Wie geht ihr mit dem Thema Lärmschutz um?
Der Neubau wird mit modernem Lärmschutz gebaut, sodass auch laute Veranstaltungen innen stattfinden können, ohne die Umgebung zu stören. Zusätzlich bringen wir über 50 Jahre Erfahrung im verantwortungsvollen Umgang mit Lärm mit. So wird die Nachbar:innenschaft nicht mitbekommen ob ein Konzert oder eine Töpfergruppe im Haus ist.
Was sagt ihr zu den Sorgen aus der Nachbarschaft?
Wir nehmen jede Sorge ernst und suchen früh das Gespräch. Gleichzeitig gehören Jugendliche und Jugendräume selbstverständlich zur Stadt. Durch die Nähe zum Bahnhof Südkreuz, klare Absprachen und unserer langjährigen Erfahrung gehen wir davon aus, dass sich der Betrieb gut ins Viertel einfügen wird. Ziel ist ein Ort, der für alle funktioniert.
Und mit wie vielen Leuten plant ihr bei euren Veranstaltungen?
Wenn du dabei bist, ein Mensch mehr.